Trailershow Kinostarts Juni 2012

 

Nach einem Monat wie dem diesjährigen Mai, der uns mehr Blockbuster geliefert hat, als man im Kino überhaupt ansehen kann, wird es im Juni erwartungsgemäß deutlich ruhiger. Genau genommen so ruhig, dass es äußerst kompliziert wird, überhaupt Filme zu finden, die man in einem Filmtheater genießen möchte. Lediglich zwei Titel, die den Titel Blockbuster einigermaßen verdienen, gehen an den Start, der ganze Rest des Monats besteht aus möglichen Geheimtipps und kleineren Produktionen. Offensichtlich gestattet uns Hollywood noch einmal tief Luft zu holen, bevor wir ab dem Juli gänzlich überrollt werden. Die Liste ist wie immer in chronologischer Reihenfolge geordnet.

 

 

 

1.  Street Dance 2   (Kinostart:  7. Juni 2012)

Es ist schon ein wenig peinlich diesen Film in die Liste aufzunehmen, allerdings ist der Juni und vor allem diese Kinowoche so dünn gesät, dass er durchaus hineinpasst. Tanzfilme erfreuen sich nach wie vor äußerster Beliebtheit, wobei sich das Genre in den letzten 20 Jahren deutlich verändert hat. War früher der Tanz wie in „Dirty Dancing“ oder „Flashdance“ noch eher nebensächlich, mit der persönliche Entwicklung und Liebesgeschichte im Vordergrund, so ist es heutzutage gänzlich andersherum. Perfekt gestylte Menschen tanzen unglaubliche Choreographien in utopischen Szenarien. Dabei bleibt zwar Einiges auf der Strecke, vor allem zentrale Dinge wie „Handlung“ oder „Logik“, aber optisch wird auch Street Dance 2 sicherlich über jeden Zweifel erhaben sein.

 

 

 

2. Kochen ist Chefsache  (Kinostart: 7 Juni 2012)

Man nehme die französische Küche, mixe sie in eine der im Trend liegenden französischen Komödien und gebe mit Jean Reno die Prise eines französischen Superstars hinzu. Et voilà, fertig ist eine Mischung, die in Frankreich sicherlich großen Erfolg hat. Ob das Rezept auch bei uns im Trend liegt, ist eher fraglich, obwohl auch in Deutschland die französische Komödie immer beliebter wird. Der Film wirkt auf den ersten Blick unterhaltsam und komisch, man kann nur hoffen, dass er sich ebenso an die Tradition hält und eine große Portion Herz in sich findet.

 

 

 

3. Ein Jahr vogelfrei   (Kinostart: 14. Juni 2012)

Die Besetzung dieser Komödie liest sich wie eine „Best of“ Liste der ehemals witzigsten Schauspieler Hollywoods. Dass es sich dabei um Darsteller handelt, deren Karrieren ein wenig ins Rudern geraten sind, ist dabei hoffentlich eher Nebensache und keine Verzweiflungstat, um an dieser Tatsache gewaltsam etwas ändern zu wollen. Hauptdarsteller Jack Black und eine tiefere Besetzungsliste, als man auf den ersten Blick erahnen mag, machen hier den Unterschied aus.  Wenn der Film jetzt auch noch hält was er verspricht, lässt sich sicherlich ein Blick in den Kinosaal werfen.

 

 

 

4. Die Trauzeugen  (Kinostart: 14. Juni 2012)

Wem „Ein Jahr vogelfrei“ zu spießig ist, der dürfte mit dieser schamlosen britischen Komödie einen Volltreffer landen. Im Stil von „American Pie“ und „Hangover“ bricht dieser Film die Tabus des guten Geschmacks und bietet einfachen, aber wirksamen Humor. Wer sich also einfach nur gut amüsieren will, ohne dabei zu viel Zeit zum Nachdenken verwenden zu müssen, wird hier bestens bedient werden.

 

 

 

5. Rock of Ages  (Kinostart: 14. Juni 2012)

Musicaladaptionen sind absolut im Trend und nach Hairspray bringt Regisseur Adam Shankman nun eine weitere davon auf die Leinwand. „Rock of Ages“ besitzt eine beeindruckende Besetzungsliste, mit bekannten Altstars wie Alec Baldwin, Catherine Zeta-Jones, Mary J. Blige und Tom Cruise und jungen Durchstartern wie Julianne Hough, Russell Brand, Malin Akerman und Diego Boneta. Alleine dafür lohnt es sich schon ins Kino zu gehen, doch stehen die Chancen zudem sehr gut, dass der Film ein großartiges Flair besitzt und den Geist des Rock einfängt. Natürlich gibt es, so wie bei jeder Adaption aus diesem Bereich, eine große Bandbreite von Kritik aus dem Lager der Liebhaber des originalen Broadway Stücks. Den normalen Kinozuschauer dürfte das wenig stören, solange er von „Rock of Ages“ gut unterhalten wird, was ziemlich wahrscheinlich ist bei einem Blockbuster dieser Art.

 

 

 

 

6. Chernobyl Diaries  (Kinostart:  21. Juni 2012)

Die Horrorfilme dieser Tage haben in der Regel eines gemeinsam: geringes Budget mit erhoffter großer Wirkung. Kein anderes Genre ist in der Lage mit so wenig finanziellen Mitteln einen solchen Effekt zu erzielen, quasi das Spiel mit menschlichen Urängsten. „Paranormal Activity“ gehört hierbei zu den erfolgreichsten Vertretern und mit „Chernobyl Diaries“ erscheint im Juni von derselben Produktionsfirma ein weiterer möglicher Kandidat. Man darf allerdings nicht zu viel erwarten, das Konzept zielt in jedem dieser Filme stets nur darauf ab subtil zu schocken und mit dem Unsichtbaren zu ängstigen, bis es schließlich doch noch zu handfesteren Dingen kommt. Inhaltlich bleibt hier immer viel auf der Strecke, aber das ist auch nicht wichtig, um dem Zuschauer 90min lang ein wenig Angst einzujagen.

 

 

 

7. Wanderlust – Der Trip ihres Lebens   (Kinostart:  21. Juni 2012)

Es ist mal wieder Zeit für die alljährliche romantische Komödie mit Jennifer Aniston. Dieses Mal hat sie sich Paul Rudd als männlichen Partner dazugeholt, mit dem zusammen sie ein Yuppie Pärchen darstellt, das sich  mit der alternativen Lebensform einer Kommune auseinandersetzen muss. Diese Sorte Film läuft ohnehin immer gleich ab, so dass sich der geneigte Zuschauer nur in den Saal setzen und, ohne auf Überraschungen gefasst sein zu müssen, berieseln lassen kann. „Wanderlust“ ist harmlos, witzig und unterhaltsam, also genau das was er sein soll, aber zu viel mehr wird es nicht reichen. Wer genau das sucht und sich mit Jennifer Aniston Filme auskennt, der ist hier richtig.

 

 

 

8.  Noch Tausend Worte   (Kinostart:  21. Juni 2012)

Eddie Murphy ist, nach seinen letzten Filmdebakeln und einer abgesagten Moderation der Oscars 2012, wieder mit einem Film im Kino zu sehen. Wie zu erwarten war, ist auch hier erneut alles auf die Quasselstrippe zugeschnitten, der sich nach Herzenslust austoben kann. Oder besser gesagt möchte er das, wird aber vom Drehbuchkonzept auf geschickte Weise zurückgehalten, so dass der Film auf den ersten Blick wie erfrischende Selbstironie wirkt. Ob „Noch Tausend Worte“ inhaltlich etwas zu bieten hat, darf der Kinozuschauer selbst für sich herausfinden. Für Eddie Murphy Fans ist es natürlich ein Muss gleich in der ersten Woche loszugehen.

 

 

 

9.  W.E.  (Kinostart:  21. Juni 2012)

Das Filmgeschäft hatte lange nichts mehr von Popqueen Madonna gehört, doch nun ist sie mit einem Film zurück, dessen Drehbuch sie selbst verfasst hat. Das Kostümdesign war bei den diesjährigen Oscars sogar mit einer Nominierung bedacht worden, so dass begründete Hoffnungen bestehen, dass der ganze Film einen Blick wert sein mag. Mit James d’Arcy und Abbie Cornish hat sich Madonna auch gleich zwei sympathische Jungstars ins Boot geholt, die ihren Film noch einmal aufwerten. Lässt sich nur hoffen, dass es sich hierbei nicht schon wieder um einen Reinfall handelt, schließlich hat sich die „Queen of Pop“ vorgenommen die andere Seite des beliebten Oscarfilms „The King’s Speech“ zu erzählen. Zu so etwas gehören Mut und der Drang Qualität liefern zu wollen, was eigentlich immer ein gutes Zeichen ist.

 

 

 

10. The Amazing Spiderman   (Kinostart 28. Juni 2012)

Endlich kommen wir zum heiß erwarteten Highlight diesen Monats. Als das erste Mal darüber berichtet wurde, dass die „Spiderman“ Serie einen Reboot erhalten solle, haben sich alle gefragt, ob das so kurz nach der neuen Trilogie schon nötig wäre. Dann jedoch erschienen die ersten Trailer und die Antwort lautet ganz deutlich: JA. Die Gründe liegen vor allem bei Marvel selbst, die offensichtlich nicht damit zufrieden waren, wie in Sam Raimis bunter Trilogie die Geschichte von Peter Parker erzählt wurde. Diese neue Serie soll deutlich näher an den Geschehnissen der Comics liegen und vor allem sehr viel düsterer und menschlicher gestaltet sein, als sein durchgestylter Vorgänger. Und mit Andrew Garfield und Emma Stone hat man zwei Shootingstars engagiert, die diesen Film auch alleine tragen könnten. Zum Glück müssen sie das nicht, sondern werden von einer außerordentlichen Besetzung begleitet, die „The Amazing Spiderman“ inhaltlich zu dem gleichen Erlebnis machen soll, wie visuell.

 

 

Quellen:  Internet Movie Database , zelluloid.de

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