Trailershow Kinostarts August 2012

 

Er ist endlich da, der August der Blockbuster! Es starten so viele Filme, die teilweise schon lange in den USA gestaffelt angelaufen waren und den deutschen Kinomarkt bisher nicht erreichten, dass es beinahe schon unheimlich wirkt. Jede Woche könnte es in der kommenden Zeit neue Rezensionen auf „cinematic-circle“ geben, wir werden sehen welche Filme es letztlich auch zu uns schaffen. Aber erst einmal der Reihe nach, hier die Liste der Filme und ihre passenden Trailer.

 

1. Merida – Legende der Highlands  (Kinostart:  2. August 2012)

Pixar ist eine der wenigen Firmen, die mit uneingeschränkter Gewinngarantie an Projekte herangehen können. Trotzdem ist das Animationsstudio, das für mehrere Milliarden Dollar von Disney übernommen wurde, perfektionistisch veranlagt und will dem Zuschauer stets hervorragende Filme liefern. Merida ist ein weiterer Versuch nicht noch einen Nachfolger für Erfolgskonzepte zu schaffen, bis es langsam langweilig und dumm wird (siehe Ice Age oder Shrek), sondern neues Gebiet in Angriff zu nehmen. In den USA hat der Film sich gut geschlagen, auch wenn das den Aktionären von Disney immer noch nicht gereicht hat, ich hege allerdings etwas Skepsis für den deutschen Markt. Das Thema ist nicht so eingängig wie z.B. in Cars und nicht so kindertreu vor allem. Wer sich allerdings für Schottland und seine Clans interessiert, auf rebellische Prinzessinnen steht und kleine Bären immer noch süß findet, der kann hier ohne Bedenken zuschlagen.

 

 

 

2.  Ted  (Kinostart:  2. August 2012)

Was passiert, wenn der Wusch eines kleinen Jungen, dass sein kindgroßer Plüschteddy lebendig werden soll, Realität werden würde? Klingt nicht schlimm? Dann habt ihr den saufenden, fluchenden, hemmunglosen und vollkommen durchgeknallten Teddybär Ted noch nicht erlebt, der aus seinen jungen Jahren herauswächst und zum besten Kumpel von John wird. Als John jedoch heiraten will, muss er sich plötzlich zwischen seiner brandheißen Verlobten und seinem Teddy entscheiden, was sehr zum Unwohl einer Partei ausgehen muss. Ted ist der Kassenschlager in den USA, weil perverse Teddybären bei den Amerikanern offenbar ebenso beliebt sind wie Doughnuts. Ich kann ebenso nicht umhin zu behaupten, dass der Trailer mir mehr als einen sehr großen Lacher beschert hat, von daher freue ich mich sehr auf Seth MacFarlanes („Family Guy“) Geniestreich. Außerdem…wer steht nicht auf Mark Wahlberg und Mila Kunis in einem Film.

 

 

 

3.  Rum Diary  (Kinostart 2. August 2012)

Wie, was, welcher Alkohol? Oh es ist Johnny Depp, die größten Frauendroge der Filmwelt! Von diesem Film wird kaum jemand in Deutschland schonmal was gehört haben und ich muss gestehen, dass es schon eine Weile her ist, seit der Trailer mich streifte. Jetzt kommt er trotzdem in unsere Kinos, fast ein Jahr nach den Amis und die Erfolgsaussichten könnten kaum geringer sein. Ist fast schon ein wenig schade, sieht es doch fast so aus, als wenn dieser Film Mitschuld am Beziehungsauss von Johnny Depp und Vanessa Paradis wäre. Eingefleischte Depp Fans müssen hier natürlich ins Kino gehen, alle anderen könnten durchaus mit einem DVD Abend zufrieden sein.

 

 

 

4.  Prometheus  (Kinostart 9. August 2012)

Ridley Scott geht gerne ungewöhnliche Wege und ist dabei nicht selten sehr innovativ. Der Regisseur von „Alien“ hat sich diesmal vorgenommen, ein Prequel seines Horrorstreifens auf die Leinwand zu bringen. Ja, ihr habt richtig gelesen: ein Prequel. Das passiert nicht wirklich oft im Filmbusiness und wenn, dann ist es ein sicherer Hit wie z.B. bei der Star Wars Saga. An Prometheus haben sich die Geister der bisherigen Kinoländer geschieden, Einige fanden ihn unnötig und langweilig, Andere wegweisend und böse. Der Trailer ist wirklich gut gemacht, so dass der Erfolg in den USA sicherlich auch nicht von irgendwo her gekommen sein wird. Prometheus wird seine Zuschauer finden, allerdings ist es schwer zu sagen, ob der Rest des Augusts den Film nicht einfach überschatten wird.

 

 

 

5.  Magic Mike  (Kinostart:  16. August 2012)

Regisseur Steven Soderbergh hat ein Talent, das ihm nur selten einer nachmacht: seine Filme kosten fast nichts, egal wie viele Stars mitspielen. Die besten Beispiele sind die Filme der „Oceans“ Reihe und auch bei Magic Mike hat er es wieder irgendwie geschafft teure Schauspieler wie Channing Tatum oder Matthew McConaughey zu verpflichten, ohne dabei zweistellige Produktionskosten zu erreichen. Dazu kommt ein Thema, das kaum jemand anrühren würde (männliche Stripperszene) und fertig ist das Rezept schlechthin, um in den USA Erfolge feiern zu können. Die Kritiker sind nicht so freundlich mit dem Film umgegangen, wie es die Zuschauer taten, aber das tut einem lockeren Kinoabend sicher keinen Abbruch.

 

 

 

6.  Was passiert, wenn’s passiert ist  (Kinostart: 16. August 2012)

Das Konzept des Films ist unheimlich alt: man nehme viele Stars, kopuliere sie in irgendeiner Form über 120min lang, gebe eine Prise Grundthema dazu und fertig ist ein möglicher Hit. Wo dieses Konzept früher zu Erfolgen geführt hat, funktioniert es leider heute nur noch in sehr begrenzter Weise. „Er steht einfach nicht auf dich“ und „New Years Eve“ waren beide keine großen Hits und auch „Was passiert, wenn’s passiert ist“ schließt sich nahtlos daran an. Es fehlt einfach an Originalität und grundlegender Intelligenz. Für einen unspektakulären Kinoabend könnte dieser Film ausreichen, aber um ehrlich zu sein ist er hier nur aufgelistet, weil die Besetzung gut ist.

 

 

 

7.  We need to talk about Kevin  (Kinostart: 16. August 2012)

Diese Liste kann nicht vollständig sein, ohne einen waschechten Horrorfilm/Psychothriller. Diesmal auch endlich mal wieder einen, der nicht mit Low Budget versucht das meiste herauszuholen. Stattdessen sehen wir namhafte Schauspieler, sogar mit Golden Globe Nominierung für Tilda Swinton, und eine angsteinflößende Story. Es gibt nicht viele unheimlichere Dinge, als eine Mutter zu beobachten, die verzweifelt versucht ihren dämonischen Jungen zu lieben. Der Film ist sicherlich sein Geld wert, wenn man Horrorfilme im Kino anschauen kann.

 

 

 

8. Total Recall  (Kinostart:  23. August 2012)

Arnold Schwarzenegger war Doug Hauser in Reinform, als die Urversion 1990 in die Kinos kam. Heutzutage gilt der Film als absoluter Kultklassiker und ein Remake bedarf einiger Hürden, die es überwinden muss, um bei den Fans durchzukommen. Die erste Hürde waren Cast & Crew, was phänomenal gelungen ist und jeden eingefleischten Fan überzeugen müsste. Colin Farrell, Kate Beckinsale, Jessica Biel, Bryan Cranston, Bill Nighy, John Cho, Regisseur Len Wiseman (Underworld, Stirb Langsam 4.0) und die kultige Frau mit den drei Brüsten ist auch wieder dabei. Ob der Film inhaltlich überzeugen wird, bleibt zu bezweifeln, es riecht doch sehr nach einer Actionorgie. Doch das macht nichts, schließlich wird uns die Optik dafür wieder entschädigen, das Ganze sieht einfach nur klasse aus. Ich freue mich trotzdem sehr, auch wenn ich mein Hirn lieber etwas anstrengen würde.

 

 

 

9.  ParaNorman  (Kinostart 23. August 2012)

Norman ist ein Junge wie du und ich…naja vielleicht eher wie du, da er mit den Toten reden kann. Als er eines Tages von einem uralten Fluch hört, der seine Stadt bedroht, tut er sich mit seinen verrückten Freunden zusammen, um sie zu retten. Der Trailer erscheint äußerst sympathisch, was immer ein gutes Zeichen für einen Animationsfilm ist, der Wert auf leichten Humor legt. ParaNorman ist kein alltäglicher Film, sondern schon fast ein Kleinod der Filmkunst, dem man gerne ins Filmtheater folgt. Ich glaube zwar kaum, dass das in Deutschland viele Fans anlocken wird, aber eine Empfehlung sei hiermit trotzdem ausgesprochen.

 

 

 

10.  The Expendables 2  (Kinostart:  30. August 2012)

Das passendste Zitat zum ersten Teil lautete wie folgt: „The Expendables besitzen so viel Testosteron, dass Frauen schon beim Zuschauen schwanger werden.“ Man nehme mit diesem tiefschürfenden Hintergrundwissen nun die Stars aus Teil 1 und addiere Jean-Claude van Damme, Liam Hemsworth und Chuck Norris. Sylvester Stallone hat dieses Mal die Regie an Actionexpete Simon West (Con Air) weitergegeben und irgendwie wird man das Gefühl nicht los, dass der Film es ein kleines Bisschen übertreiben wird. Aber das ist auch gut so, denn „The Expendables 2“ darf nichts anderes sein als eine einzige gigantische Explosion gefolgt vom stahlharten Muskelspiel seiner Darsteller. Wir können nur hoffen, dass sie die Weisheit besessen haben, nicht erst zu versuchen irgendeine Form von Tiefgang hineinzubringen, was den Film in seiner Art zerstören würde.

 

 

 

11.  Step up 4: Miami Heat  (Kinostart: 30. August 2012)

Jaja, ich weiß schon, diese Sorte Tanzfilme hat hier nichts verloren. Allerdings mochte ich die Step Up Serie immer sehr gerne, selbst wenn die Filme mit der Zeit immer schwächer wurden. Zudem finden sie immer eine große Horde Fans, vor allem in Deutschland und somit hat es der vierte Teil durchaus verdient erwähnt zu werden. Inhaltlich brauchen wir nicht zu diskutieren, das wäre verschwendete Atemluft, jedoch geht es bei Step Up schon lange nicht mehr um Charaktere oder Beziehungsgeflechter. Die Tanzchoreographien sind das Entscheidende und die können sich auch in diesem Sequel wieder mehr als sehen lassen. Unter der Sonne von Miami kann jedem, der sich traut diese Hochglanzkörper ohne Neid zu betrachten, ganz schön heiß werden.

 

 

 

12.  To Rome with love  (Kinostart 30. August 2012)

Woody Allen Filme sind wie guter Wein: wenn ihn einmal gekostet hat, will man immer noch mehr von diesem tiefen Aroma, doch leider kriegt man ihn viel zu selten zu sehen. „To Rome with love“ ist erneut gespickt und pointiert von Allens sarkastischem Humor, den seine Stars wie immer auf die Sekunde genau hervorbringen. Wer also echte Filmkunst mal wieder live erleben möchte, der kommt im August kaum um diesen Film herum.

 

 

Quellen:  Internet Movie Database, Zelluloid.de

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