Trailershow Kinostarts Dezember 2012

 

Liebe Filmfreunde, der letzte Monat dieses starken Kinojahres steht an! Dezemberlisten sind meistens eher langweilig und bieten wenige große Highlights im Vergleich zum Blockbuster Sommer. Das ist in diesem Jahr nicht so viel anders, auch wenn uns der eine oder andere Hit ins Haus steht. Wir reisen nicht nur mit einem Videospielbösewicht durch diverse Spieluniversen, sondern besuchen endlich auch wieder Mittelerde in seiner ganzen Pracht. Schauen wir doch mal, ob die Konkurrenz da etwas gegen ausrichten kann.

 

 

1.  Ralph reicht’s  (Kinostart 6. Dezember 2012)

Ralph hat einfach keinen Bock mehr der Bösewicht in einem Arcade Simulator zu sein. Also beschließt er kurzerhand auszubrechen und sorgt damit für ein Riesenchaos in der Spielewelt. Für jeden Fan von Videospielen wird dieser Animationsfilm ein Fest aus Anekdoten und wiedererkannten Erinnerungen. Aber auch alle anderen werden einen Heidenspaß an dieser kreativen Spaßbombe haben, selbst wenn sie nicht jeden Seitenhieb verstehen. Nach den schlechten Fortsetzungen beliebter Serien (Ice Age, Shrek etc) ist es unheimlich erfrischend, ein solch vielseitiges und witziges Werk auf die Leinwand gezaubert zu bekommen. Nachdem uns im letzten Monat bereits Hotel Transsilvanien bestens unterhalten hat, wird Ralph uns sicherlich das Highlight der Animationsfilme des Jahres anbieten. Hoffentlich schlagen unsere Kinogänger genauso begeistert ein, wie in den USA.

 

 

 

2.  7 Psychos  (Kinostart:  6. Dezember 2012)

Wenn man eine neue Definition von „durchgeknallt“ sucht, könnte man bei diesem Film an der richtigen Adresse sein. Überschräge Dialoge, eine etwas ungewöhnliche Story (es lebe das Hundekidnapping Business!) und sieben vollkommen abgefahrene Charaktere, die die Realität auf den Kopf stellen. Die Besetzung ist grandios gut, auch wenn ich etwas Angst habe, dass der Film zu verrückt ist, um gut zu sein. Wenn er allerdings hält, was der lustige Trailer verspricht, dann dürfte sich ein Kinobesuch durchaus lohnen. An 7 Psychos werden sich mal wieder die Geister scheiden und die Kritiker aufhängen. Den Zuschauern scheint es zu gefallen, die IMDB Wertung von 7,9 sagt doch einiges aus.

 

 

 

3.  Anna Karenina  (Kinostart:  6. Dezember 2012)

Leo Tolstois berühmtester Roman erhält mal wieder eine Neuauflage im Kino. Dieses Mal schlüpft Keira Knigtley in die Hauptrolle und wird bereits als mögliche Oscarkandidatin eingestuft. Auch die Nebenrollen sind stark besetzt, die Produktion sieht aufwendig aus, es scheint ernst zu sein mit dieser Verfilmung des Dramas. Für Freunde des Anspruchs und der Literatur dürfte Joe Wrights neuer Film einen Blick wert sein. Wer sich allerdings mit dem dramatischen Fall einer russischen Aristokratin nicht so sehr anfreunden kann, der sollte sich lieber auf die leichte Kost des Monats einlassen.

 

 

 

4.  Der Hobbit – Eine unerwartete Reise  (Kinostart:  13. Dezember 2012)

Herrje war das ein Hin und Her mit diesem Film. Erst konnte er aufgrund von finanziellen Problemen und beschränkten Rechten nicht gedreht werden, dann sprang kurz vor der Produktion der Drehbuchautor und Regisseur Guillermo del Toro ab, um sich einem anderen Projekt zu vermitteln. Zum Glück konnte die Finanzierung gerettet werden und als Regisseur sprang kurzerhand Peter Jackson auf den Mittelerde-Stuhl, der das Drehbuch mitentwickelte und auch schon den Herr der Ringe fabulös inszenierte. Von Fantasy Fans wird „Der kleine Hobbit“ häufig gar als das bessere Tolkien Buch angesehen und die Phantasie scheint auch in der Verfilmung keine Grenzen zu kennen. Alles scheint gut im Land der Elben, Zwerge und Ringe! Wäre da nicht dieses kleine Drachenproblem und ein dünner, grauhäutiger Kobold, der etwas von irgendeinem Schatz vor sich hin redet. Naja, auch das wird sich lösen, wenn uns in den kommenden drei Jahren jeweils ein Teil vor Weihnachten erwartet. Der erste erreicht uns bereits in weniger als zwei Wochen und wird die Zuschauer aus den Socken hauen. Jede Wette, schließlich ist der Trailer bereits unfassbar süchtig machend.

 

 

 

5.  End of Watch  (Kinostart:  20. Dezember 2012)

Hart, kompromisslos, fesselnd und stark besetzt. Das alles ist End of Watch, ein Actionthriller der auf Realismus und Charakternähe baut und dabei die Abgründe des Polizeilebens in einem der härtesten Gebiete von LA dokumentiert. Das ist auch das richtige Wort, da der Film auf eine gewisse Weise fast so etwas wie Dokumentationsstil entwickelt. Er ist für all diejenigen gedacht, die harte Filme wie Street Kings oder Training Day mögen und auch vor gnadenlosen Ausgängen nicht zurückschrecken. Merke: kein Film für zartbesaitete Gemüter!

 

 

 

6.  Pitch Perfect  (Kinostart:  20. Dezember 2012)

Beim ersten Hinschauen hatte ich die Befürchtung, dass es sich hierbei um großen Teenie Trash handelt. Doch der englische Trailer hat mich eines Besseren belehrt und die Besetzung von Anna Kendrick zeugt immer von Qualität. Pitch Perfect wird unendlich lustig (Rebel Wilson!) und sehr unterhaltsam mit einer ordentlichen Portion Herz. Die deutsche Synchronisation ist leider sehr rumpelig, so dass ich euch lieber den englischen Trailer vorsetze, alles andere tat mir zu sehr in den Ohren weh. Kaum ein anderer Film hat es übrigens in diesem Jahr so lange in den Top 10 der amerikanischen Kinocharts gehalten, wie Pitch Perfect. Die Zeichen stehen auf Musik und Spaß und ich freue mich sehr drauf!

 

 

 

7.  Life of Pi – Schiffbruch mit Tiger  (Kinostart:  26. Dezember 2012)

Die Buchvorlage „Schiffbruch mit Tiger“ war ein riesiger Erfolg, so dass sich Regisseur Ang Lee (Tiger & Dragon, Brokeback Mountain) des Stoffes annahm und eine fantasievolle Verfilmung in Angriff nahm. Heraus kam ein buntes, liebevoll gestaltetes Werk, das sich in seiner Aufwendigkeit und Tiefe sehen lassen kann. Witzigerweise ist Life of Pi der einzige Film, den man im Dezemberprogramm unter „weihnachtlicher Familienfilm“ verbuchen könnte, wenn man diesen Begriff weit genug spannt. Der Film besitzt viel Herz und Phantasie und eignet sich hervorragend, wenn man nach dem weihnachtlichen Gelage einige Stunden mit der Familie entspannen möchte. Empfehlenswert!

 

 

 

8.  Red Dawn  (Kinostart:  27. Dezember 2012)

Dieser Film findet nur Erwähnung, damit ich an diesem Datum überhaupt einen Film anbringen kann. Red Dawn ist die Neuauflage des kritisierten Klassikers „Die rote Flut“ aus dem Jahr 1984 und kann nicht wirklich mit dem Vorgänger konkurieren. Eigentlich sollte er auch schon vor zwei Jahren erscheinen, aber die Finanzierungsengpässe bei MGM (Metro-Goldwyn-Mayer) hatten auch Red Dawn ergriffen. Man könnte ihn als Kriegsfilm bezeichnen, aber eigentlich sieht es eher nach einer Guerilla-Jugendgruppe aus, die versucht Amerika zu retten. Naja, wer Ende des Jahres nichts zu tun hat und völlig verzweifelt, kann sich gerne dieser Erfahrung widmen.

 

 

 

Quellen:  Internet Movie Database, zelluloid.de

 

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