Trailershow Kinostarts Januar 2013

 

 

Mitte Dezember hat die diesjährige „Award Season“ begonnen, eines der großen Highlights jedes Kinofans. Nicht nur stehen in Kürze die Golden Globe Awards, sowie einige weitere eher hierzulande unbekannte Verleihungen, an. Auch rücken wir den Oscars immer näher, die Nominierungen stehen in weniger als zwei Wochen auf dem Programm. Traditionell sind die ersten beiden Monate eines Jahres voll gepackt mit den möglichen Kandidaten auf einen oder mehrere Academy Awards. Das ist auch dieses Jahr nicht anders, so dass wir uns auf eine Menge anspruchsvoller, wirklich guter Filme gefasst machen müssen, die uns im Januar ins Haus stehen. Eine ausführliche Berichterstattung über die Oscars werdet ihr im Februar bei uns finden. Doch schauen wir uns zunächst gemeinsam die Liste für den Januar an!

 

 

1.  Jack Reacher  (Kinostart 3. Januar 2013)

Jack Reacher ist ein Actionfilm basierend auf einer Romanserie von Thrillerautor Lee Child, der sich eher unauffällig ins Kinoprogramm geschmuggelt hat. Einige hatten gezweifelt, dass Tom Cruise der richtige Darsteller für die Titelrolle ist, da Jack Reacher eher als groß gewachsener, muskulöser Mann beschrieben wird, was Cruise definitiv nicht ist. Der Film scheint trotzdem ganz ok zu sein, wenn man auf Standard Actionfilme abfährt, so dass sich ein Kinobesuch lohnen könnte. Alles in allem wird er aber in diesem Monat ziemlich hinterherhinken, da die Konkurrenz einfach zu mächtig ist.

 

 

 

2.  Silver Linings Playbook  (Kinostart 3. Januar 2013)

Hier haben wir den ersten Kandidaten für die Oscar Auswahl des Januar Monats. Bradley Cooper, Jennifer Lawrence und Robert de Niro sind nahezu gesetzte Nominierungen für die Awards Ende Februar. Die amerikanische Kritiker sind begeistert von dieser dramatischen Komödie über zwei junge Menschen, die auf der Suche nach sich selbst und einem guten Weg im Leben zueinander finden. Ob sich der Film bereits bei den Golden Globes gegen die anspruchsvolle Konkurrenz durchsetzen kann, bleibt abzuwarten. Wer noch nicht weiß, was er Anfang Januar im Kino schauen soll, ist mit dieser Komödie bestens bedient. Vermutlich werden wir ihn hier in Kürze besprechen, an so einem Film kann man schwerlich vorbeigehen.

 

 

 

3.  The Sessions  (Kinostart 3. Januar 2013)

Es gibt wenige Filme, die es schaffen uns gleichzeitig zum Lachen und zum Weinen zu bringen. Die Geschichte des gelähmten Mark o’Brien ist eine davon und bewegt den Zuschauer auf besondere Art und Weise. John Hawkes und Helen Hunt sind für ihre Darstellungen für den Golden Globe nominiert worden und bringen uns die Charaktere dieses ungewöhnlichen Dramas sehr nah. Es handelt sich hier zwar letztlich um ein Drama, aber die komödiantischen Elemente machen den Film zu einer großartigen Mischung, die selbst für den durchschnittlichen Kinobesucher einen Blick wert ist. Schaut euch den Trailer an und überzeugt euch selbst.

 

 

 

4.  Der Geschmack von Rost und Knochen  (Kinostart  10. Januar 2013)

Man braucht einen starken Hang zu Dramatik und viel Gefühl, um diesen französischen Film im Kino stehen zu können. Marion Cotillard hat sich mit ihrer Darstellung der körperlich gebrochenen Tiertrainerin mal wieder selbst übertroffen und wurde zu Recht für den Golden Globe nominiert. Ebenso steht der Film im Rennen um den besten ausländischen Film, was aufgrund der dramatischen Art der Darstellung und dem gefühlvollen Umgang mit menschlichen Problemen und Schwächen/Stärken kein Wunder ist. Dieser Film sei jedem ans Herz gelegt, der sich nicht zu schade ist, im Kino seinen Gefühlen freien Lauf zu lassen und sich von tiefen Emotionen eines Films nicht abschrecken lässt.

 

 

 

5.  Django Unchained  (Kinostart 17. Januar 2013)

Auf keinen anderen Film wurde ich in der letzten Zeit mehr angesprochen, als auf das neue Meisterwerk von Quentin Tarantino. Ein Tarantino ist immer sehr speziell und besonders, da er sich sehr in der Regel von der restlichen Kinomasse erheblich abhebt. Schräge Charaktere, coole Sprüche, brutal, gnadenlos, blutig und häufig mit einem kritischen Hintergrund ausgestattet, so sind Tarantinos. Viele Menschen verstehen den ironischen Unterton seiner Filme nicht, ebenso die Kunstfertigkeit der Bilder oder die vielen Referenzen auf andere Filmgenres. Letzten Endes ist Django Unchained jetzt schon ein Kultfilm, der ebenfalls eine Rolle in den Award Seasons spielen wird, auch wenn er nicht zu den dicken Favoriten gehört. Vielleicht ist es endlich Zeit für den Oscar für Leonardo DiCaprio oder die zweite Runde für Christoph Waltz. Wir werden es erleben und den Film ausführlich besprechen, wenn es so weit ist.

 

 

 

6.  Movie 43  (Kinostart 24. Januar 2013)

Als ich das erste Mal den Trailer dieses durchgeknallten Films gesehen habe, war mein erster und einziger Gedanke ein „wt…is this???“. Entschuldigung für die Wortwahl, aber wenn ihr euch den Trailer anseht, werdet ihr verstehen, was ich meine. Es handelt sich um eine verrückte Komödie mit selten gesehener Starbesetzung, die entweder unfassbar lustig oder letztlich einfach nur unnötig ist. Zu diesem Zeitpunkt ist das schwer zu sagen und kann nur durch den Kinozuschauer bewiesen werden. Und nie vergessen: „Ihr seid schwarz, die sind weiß! Das ist nicht Eishockey! Dribbelt mit eurem mords Prügel!“

 

 

 

7.  Lincoln  (Kinostart 24. Januar 2013)

Steven Spielberg heißt der Regisseur, der sich niemals scheut, schwierige oder dramatische Themen in seinen Filmen zu verarbeiten. Nach Schindlers Liste oder Der Soldat James Ryan wurde nun Abraham Lincoln und dessen Weg zur Abschaffung der Sklaverei zum Ziel des Meisterregisseurs. Mit Daniel Day-Lewis, Sally Field und Tommy Lee Jones hat er drei starke Schauspieler an Bord, die nicht nur die höchsten Anwärter auf den Golden Globe, sondern auch auf den Oscar sind. Lincoln ist der Film, den es bei den Academy Awards zu schlagen gilt, da er bereits jetzt als der große Favorit auf die höchste Ehre der Filmbranche gehandelt wird. Der amerikanische Zuschauer war von einem solch patriotischen Film selbstverständlich begeistert, es bleibt abzuwarten, ob Lincoln auch in unseren Kinos zu Ehren finden wird.

 

 

 

8.  Flight  (Kinostart 24. Januar 2013)

Robert Zemeckis  (Forrest Gump, Der Polarexpress) inszenierte diese Denzel Washington „one man show“, die sich tatsächlich als guter Film entpuppt hat. Eine Golden Globe Nominierung für den Hauptdarsteller war die logische Konsequenz. Washington spielt den heldenhaften Piloten Whip Whitaker, der durch eine Untersuchung des Unglücks in große Probleme gerät. Ein weiteres Drama also, das uns diesen Monat beehrt und sicherlich mehr als einen Blick wert ist. Es ist interessant zu sehen, wie sich dieser Film vom üblichen amerikanischen Heroismus abhebt und das Menschliche hinter der Oberflächlichkeit darlegt. Ein eher seltener Ansatz für einen Hollywood Film.

 

 

 

9.  Gangster Squad  (Kinostart  24. Januar 2013)

Es wurde mal wieder Zeit für einen echten Gangster Film mit Starbesetzung. Josh Brolin, Ryan Gosling, Sean Penn, Emma Stone, Anthony Mackie, das ist eine Liste, die man in einem solchen Film über die 40er Jahre in Los Angeles sehen möchte. Speziell Sean Penn sieht als Gangster Boss sehr bedrohlich aus und man bekommt Angst, dass irgendeine Form von Happy End keine Option sein könnte. Aber mal ehrlich: Wer sich im Fahrwasser von Die Unbestechlichen bewegt, der muss definitiv was zu bieten haben. Wir sind sehr gespannt, ob Gangster Squad diese Leistung bringen kann und hoffen auf das Beste.

 

 

 

10.  Frankenweenie  (Kinostart 24. Januar 2013)

Ein Film von Tim Burton hat wie immer einen so verrückten Touch, dass man ihn einfach mögen muss. In diesem Fall handelt es sich um einen schwarz-weiß Animationsfilm über einen Jungen, der seinen toten Hund wiederbelebt und dadurch einige sehr chaotische und bedrohliche Ereignisse auslöst. Für Leute, die sich mal wieder etwas sehr Schräges im Kino anschauen wollen, ist der Film gut geeignet. Alle anderen haben deutlich wichtigere Werke auf der Leinwand zu sehen.

 

 

 

11.  The Last Stand (Kinostart  31. Januar 2013)

Ich bin mir nicht ganz sicher ob der Film sich selbst ernst nimmt, aber die Wahrscheinlichkeit ist eher gering. Zu witzig sieht es aus, wenn ein alternder Arnold Schwarzenegger sich als Sheriff einer Kleinstadt mit einem Drogenkartell anlegt. Und das meine ich durchaus positiv, irgendwie hat der Film etwas, das unterhaltsam sein könnte ohne lächerlich zu wirken. Mal abgesehen davon, dass in diesem Monat die Liste der Actionfilme ohnehin eher gering ausfällt, scheint es durchaus ganz witzig zu sein, sich The Last Stand anzusehen. Ob das unbedingt im Kino sein muss, sei mal dahingestellt, ein DVD Abend würde auch reichen.

 

 

 

12.  Zero Dark Thirty  (Kinostart  31. Januar 2013)

Kathryn Bigelow hat sich mit The Hurt Locker vor einigen Jahren bereits ein Denkmal gesetzt und im Oscar Rennen sogar Avatar ausgestochen. Ihr neuer Film, ebenfalls in einem militärischen Szenario eingesetzt, hinkt qualitativ keinen Meter hinterher und bringt den Zuschauer erneut in eine derart dichte und spannende Atmosphäre, dass es Angst machen kann. Die Jagd nach Osama bin Laden ist zudem ein enorm fragiles Thema, das sie mit viel Feingefühl angehen musste. Nicht umsonst wird Zero Dark Thirty als einer der größten Oscar Favoriten gezählt, vor allem auch Jessica Chastain, eine der Hauptkonkurrenten für Jennifer Lawrence im Bereich der Darstellerinnen. Der Trailer ist sehr kurz, aber enorm eindringlich und macht Lust auf einen Kinogang.

 

 

 

13.  The Impossible  (Kinostart 31. Januar 2013)

Es war eine der entsetzlichsten Katastrophen unserer Zeit, als eine riesige Tsunami Welle die Küste von Thailand traf und sehr viele Menschen starben. Lo imposible, wie der Film im spanischen Originaltitel heißt, versucht das Schicksal einer Familie zu portraitieren, die die Katastrophe überlebt und sich verletzt und verloren versucht in einem zerstörten Land wiederzufinden. Der Film wirkt etwas reißerisch und überemotional, doch denke ich, dass mehr dahinter steckt, da er immer wieder bei diversen Awards aufzutauchen scheint. Naomi Watts und Ewan McGregor sind zudem immer gute Indikatoren für qualitativ hochwertige Filme, von daher können wir guter Hoffnung sein.

 

 

Quellen:  zelluloid.de, Internet Movie Database

GD Star Rating
loading...


Hinterlasse einen Kommentar, oder nutze den trackback auf deiner Homepage.

Hinterlasse einen Kommentar

Du musst dich einloggen, um einen Kommentar hinterlassen zu können.