Three to see – Episode 1: Die Starter

 

Three to see ist eine Kategorie, in der in regelmäßigen Abständen drei Filme oder Serien vorgestellt werden, die in der Filmwelt einen wichtigen Platz einnehmen. Dabei kann es sich sowohl um Filme aus der heutigen Zeit, als auch um Klassiker der Vergangenheit handeln. Das bedeutet allerdings nicht, dass nur die IMDB Top 250 abgegrast und mit einigen Kommentaren versehen werden. Stattdessen werfen wir unsere eigenen Erfahrungen mit hinein, geben Geheimtipps und versuchen eine konstante Linie hineinzubringen, damit jeder Leser für sich entscheiden kann, ob der Film für ihn sehenswert sein kann. Zu diesem Zweck werden die meisten Episoden unter ein besonderes Themenfeld gestellt, an dem sich der Artikel orientiert. Eines jedoch haben alle vorgestellten Filme gemeinsam: Sie sind äußerst sehenswert und so mancher Film gehört in jede gute Sammlung einfach dazu.

 

Episode 1:  Die drei zufälligen Starter

 

 

1.  Inception (2010)

 

Inhalt:

Dom Cobb (Leonardo DiCaprio) ist ein gesuchter Dieb, der sich auf eine besondere Art des Stehlens spezialisiert hat. Er bricht in das verwundbare Traumbewusstsein von Menschen ein und extrahiert ihre Geheimnisse und Ideen. Doch diese Gabe hatte in der Vergangenheit ihren Preis, so verlor er seine Frau (Marion Cotillard) und das Leben mit seinen Kindern, da er international gesucht wird. Eines Tages jedoch tritt der Geschäftsmann Saito (Ken Watanabe) an ihn heran und bietet ihm sein altes Leben an, wenn er einen ungewöhnlichen Auftrag erledigt. Er soll an dem jungen Firmenerben Robert Fischer (Cillian Murphy) eine Inception durchführen, der nahezu unmögliche Vorgang einem Menschen einen Gedanken unbewusst einzupflanzen, anstatt nur etwas zu stehlen. Cobb stellt ein Team von Spezialisten zusammen, dem unter anderem seine Kollegen Arthur (Joseph Gordon-Levitt) und Eames (Tom Hardy), sowie die kreative Weltengestalterin Ariadne (Ellen Page) und Chemiker Yusuf (Dileep Rao), angehören. Gemeinsam errichten sie ein komplexes und vielschichtiges Traumbild, in dem die schwierige Aufgabe erledigt werden muss. Doch nicht nur das Unterbewusstsein des jungen Opfers wehrt sich mit allen Mitteln, sondern auch Cobbs eigene Vergangenheit schleicht sich in die Traumwelt und beginnt den Einsatz zu sabotieren.

 

Darum sehenswert:

Christopher Nolans Filme sind nicht nur sehenswerte Blockbuster, sondern in erster Linie visionäre Elemente der Kinogeschichte. Inception bildet die Speerspitze seiner Filmographie und schaffte etwas ebenso Unmögliches wie Seltenes: Es gab kaum negative Kritiken. Zuschauer und Kritiker waren sich einig, dass Nolan einen nahezu perfekten Film geschaffen hat, der in seiner Komplexität genau das richtige Maß an Überforderung fand. Die Geschichte ist schwierig zu durchdenken und reizt durch Vielschichtigkeit, die Spezialeffekte vervollständigen den Eindruck der erschaffenen Traumwelten und die Darsteller sind von höchster Qualität. So mancher Zuschauer verlor sich in dieser Welt so sehr, dass er hinterher ebenso wenig sicher war, auf welcher Ebene er sich eigentlich befand, wie Cobb selbst. Was ist Realität und was nur ein Traum? Inception wirft zudem ethische Fragen auf und gibt uns ein Bild über Möglichkeiten, die uns in der Zukunft erwarten könnten. Nach dem aktuellen Stand liegt Inception auf Platz 14 der am besten bewerteten Filme auf IMDB, mit einer Durchschnittwertung von 8,8/10. Zudem wurde er mit vier Oscars ausgezeichnet, was nach Meinung der Hollywood-Insider deutlich zu wenig gewesen sind.

 

Regie: Christopher Nolan

Darsteller: Leonardo DiCaprio, Joseph Gordon-Levitt, Tom Hardy, Ellen Page, Michael Caine, Ken Watanabe, Cillian Murphy

IMDB Link:  Inception

 

 

 

2.  Verrückt nach Mary  (1998)

 

Inhalt:

Ted (Ben Stiller) war ein Loser auf der High-School, der es irgendwie schaffte, das heißeste Mädchen der Schule Mary (Cameron Diaz) auf den Schulball einzuladen, nur um es komplett in den Sand zu setzen.  Viele Jahre später kann er immer noch nicht aufhören an seinen früheren Schwarm zu denken und engagiert den Privatdetektiv Healy (Matt Dillon), um Mary zu finden. Der staunt nicht schlecht, als er den heißen Feger aufspürt und sich ebenfalls Hals über Kopf in sie verguckt. Doch Ted hat begonnen selbst zu suchen und schon bald findet er seinen Weg zurück zu Mary, die nicht schlecht über seine Anwesenheit staunt. Leider ist er nicht der einzige der Verrückt nach Mary ist, so dass sich immer mehr Verehrer einfinden, die Ted ausstechen wollen. Der hat jedoch ganz andere Probleme, da er Mary die Wahrheit verschwiegen hat und sich zudem mit dem aggressiven Hund der Nachbarin herumschlagen muss. Das Chaos scheint perfekt, doch für welchen der Männer wird sich Mary am Ende entscheiden?

 

Darum sehenswert:

Verrückt nach Mary leitete unter der Regie der Farrelly Brüder eine Sorte Film ein, die bis heute bestand hat:  Überdrehte, Grenzen brechende Comedy. Sicher gab es das auch schon vorher, aber erst seit 1998 kam das Genre durch den Erfolg von Verrückt nach Mary so richtig in Schwung und wurde in unheimlich viele Varianten dargestellt. Der Film selbst besaß jedoch einige einzigartige Elemente, die ihn zu einem besonderen Vertreter der Comedy machten. Wie am Fließband werden verrückte Ideen und urkomische Szenen aneinander gereiht und schaffen es, ein konsistentes Bild zu erreichen, das den Zuschauer mit Lachtränen in den Augen zurücklässt. Die überdrehte Komödie war das Sprungbrett für Cameron Diaz und Ben Stiller, die sich mit einem Schlag in die erste Liga Hollywoods katapultierten. Es wurde oft versucht die Brillanz von Verrückt nach Mary zu erreichen, doch selten gelang einer Komödie dieses Kunststück.

 

Regie:  Bobby & Peter Farrelly

Darsteller:  Ben Stiller, Cameron Diaz, Matt Dillon, Lee Evans

IMDB Link:  Verrückt nach Mary

 

 

 

3.  E.T. – Der Außerirdische  (1982)

 

Inhalt:

Als ein friedliches Alienschiff für eine Expedition auf der Erde landet, werden die Besucher unterbrochen und müssen hastig fliehen. Leider vergessen sie dabei einen der Ihren, der fortan auf der Erde gefangen ist. Der 10-jährige Elliot (Henry Thomas) findet den ungewöhnlich aussehenden Fremden im Garten und freundet sich mit ihm an. Mit Hilfe seiner Geschwister (u.a. Drew Barrymore) versteckt er ihn bei sich im Haus, gibt ihm zu Essen und zeigt ihm Gewohnheiten der Erde. Eine Spezialeinheit der Regierung ist E.T. jedoch bereits auf den Fersen und nah dran, den Besucher ausfindig zu machen. Elliot setzt fortan alles daran, seinem Freund zu helfen, wieder nach Hause zu kommen und sich vor der Regierung zu verstecken. Das erweist sich allerdings als nicht so einfach wie gedacht, da E.T. krank wird und von seinen Leuten Hilfe braucht.

 

Darum sehenswert:

Beinahe jedes Kind, das in seiner Jugend Filme gezeigt bekommt, wird mit E.T. in Berührung gebracht und ihn grenzenlos lieben. Selbst heutige Erwachsene erinnern sich mit Wohlwollen an den untersetzten Außerirdischen, der ihre Herzen im Sturm eroberte. Unvergessen sind der leuchtende Finger, die Fahrradfahrt vor dem Mond mit John Williams‘ genialer Filmmusik im Hintergrund oder das berühmte „nach Hause telefonieren“, das bis heute Bestand hat. Steven Spielberg gelang in seinen frühen Regiejahren dieses Meisterwerk, das eine ganze Generation von Menschen prägte. Liebevoll, mit viel Herz und einer klaren Botschaft findet E.T. auch heute noch immer wieder den Weg in den DVD Player. Er ist der beste Beweis, dass Filme nicht kompliziert oder umständlich sein müssen, um bewegen und beeindrucken zu können. Mit einfachsten Mitteln können große Filme entstehen, was sich die heutige Filmindustrie nur noch selten zu Herzen nimmt. E.T. bildet einen der größten Filme der 80er Jahre und bezaubert mit seiner Magie in jedem Alter auch in unserer Zeit.

 

Regie:  Steven Spielberg

Darsteller:  Henry Thomas, Peter Coyote, Drew Barrymore

IMDB Link:  E.T. – Der Außerirdische

 

 

Quellen:  Internet Movie Database, Box Office Mojocdn.jolie.de, cf.drafthouse.com

 

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Eine Antwort to “Three to see – Episode 1: Die Starter”

  1. Verena sagt:

    Sensationeller Start!
    Alle drei Trailer nochmal gesehen: mit offenem Mund gestaunt, Gänsehaut bekommen, mitgefühlt, gelacht und ein Tränchen verdrückt.
    Mehr kann man von diesen drei Filmen doch nicht erwarten.
    Ich freue mich auf Geheimtipps, Kultfilme und vielleicht auch Klassiker.
    Ich bin unheimlich gespannt, was unter diesem Thema noch erscheinen wird.
    Der Anfang ist auf jeden Fall vielversprechend.

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