Trailershow Kinostarts Februar 2015

Heute beginnt der Kino-Februar mit der monatlichen Trailershow. Es handelt sich um keinen normalen Monat, denn so mancher Oscar-Kandidat schleicht sich heimlich in unsere Kinos. Wer hätte gedacht, Steve Carell als Geheimfavoriten für die Trophäe bezeichnen zu können? Dass die Wachowski Geschwister ihre Matrix Reputation endgültig zunichte machen? Oder dass ein Clint Eastwood Film einen Einspielrekord nach dem anderen bricht? Bis vor Kurzem niemand, umso wichtiger ist ein kurzer Blick auf genau diese beiden Filme. Viel Spaß bei der Übersicht!

 

1. Foxcatcher (Kinostart: 5. Februar 2015)

Steve Carell ist ein Comedy Star, richtig? Völlig richtig, aber er besitzt gleichzeitig das Talent zu einem großartigen Schauspieler. In Foxcatcher spielt er einen Milliardär, der sich das US-Ringer Team aneignet. Channing Tatum besetzt die zweite wichtige Rolle als Ringer-Star Mark und Coach des Teams, der sich vom Geld verlocken lässt und in ein Netz aus Abhängigkeit und Leistung gerät. Ebenfalls erwähnenswert ist Mark Ruffalo als Marks Bruder. Foxcatcher basiert auf einer wahren Begebenheit Ende der 80er Jahre und wird in erster Linie von großartiger schauspielerischer Leistung getragen. Der Thriller wirkt beängstigend real und mitreißend. 

 

 

2. Jupiter Ascending (Kinostart: 5. Februar 2015)

Andy und Lana (ehemals Larry) Wachowski gehörten einst zu den kreativsten Köpfen des Science-Fiction Genres. Sie schufen den Film, der das Kino revolutioniert hat: Matrix. Seitdem geht es gnadenlos bergab, bestes Beispiel ist der überteure Megaflop Cloud Atlas. Jetzt versuchen sie wieder Fuß bei den Science-Fiction Fans zu fassen und präsentieren Jupiter Ascending. Der Film ist ein Überbleibsel aus dem letzten Jahr und sollte eigentlich schon Mitte 2014 erscheinen. Jetzt ist klar wieso: das immense Budget wurde gänzlich in den Sand gesetzt. Samt und sonders jeder Kritiker schlägt die Hände über dem Kopf zusammen ob dieser Farce, die sich Action-Film nennt. Visionäre Regisseure reichen nicht, um einen Film zu schaffen, der nicht auf tiefstem Niveau schwimmt. Finger weg!

 

 

3. Blackhat (Kinostart: 5. Februar 2015)

Nachdem Jupiter Ascending bereits den Untergang zweier Kultregisseure besiegelte, gesellt sich Michael Mann mit Blackhat gleich dazu. Der Schaffer von genialen Streifen wie Heat oder Collateral schaufelt sich mit mit diesem Film sein eigenes Grab. Er besetzt die Hauptrolle eines Hackers mit einem gut aussehende Muskel-Riesen und setzt das ganze auf ein krudes Drehbuch. Blackhat ist bereits jetzt ein immenser Flop, das wird sich sicherlich auch in Deutschland nicht ändern. Erneut: Finger weg!

 

 

4. The Interview (Kinostart: 5. Februar 2015)

Ein verwirrender Film. Eigentlich ist er ohne Zweifel großer Quark. Auf der anderen Seite hat er in den letzten Monaten so viel Media-Buzz auf sich gezogen, dass man ihn unmöglich ignorieren kann. Zwei Reporter ziehen los, um Kim Jong-Un zu interviewen und bekommen nebenbei den Auftrag, den koreanischen Diktator dabei auch noch um die Ecke zu bringen. Soweit so gut, wenn es sich nicht um einen Seth Rogan Film handeln würde. Das bedeutet in der Regel übelsten Klamauk, der auch hier nicht zu kurz kommt. Ansehen oder nicht? Eure Entscheidung, ich werde es nicht tun. 

 

 

5. Fifty Shades of Grey (Kinostart: 12. Februar 2015)

Meine Damen, es ist soweit: der wohl am meisten antizipierte Film des Jahres ist da! Also zumindest wenn man von Star Wars absieht, hat sich Fifty Shades of Grey mächtig in die erste Liga katapultiert. Alleine der Trailer steht auf Platz 2 der meist angesehenen des Jahres 2014. Die große Frage bleibt nur: Kann der Film auch was oder handelt es sich nur um einen lauwarmen Aufguss? Die größte Angst der Fans ist eine weich gespülte Version ohne deutliche Sex-Szenen. Das würde diese Adaption nicht überleben, da sie das Buch so speziell machten. Werde ich ihn mir ansehen? Ehrlich gesagt weiß ich es nicht. Das liegt allerdings wohl mehr daran, dass man es als Mann nicht zugeben sollte. 😉

 

 

6. Into the Woods (Kinostart 19. Februar 2015)

Das weltweit bekannte Musical rund um Märchenfiguren und Sagen schafft es nun auch auf die große Leinwand. Damit sichert sich Meryl Streep eine weitere Oscar-Nominierung. Aber auch der Rest der Darsteller ist wirklich bemerkenswert, allen voran Emily Blunt und Anna Kendrick. Into the Woods ist eine gelungene Umsetzung des originalen Stoffs und verzaubert Jung und Alt. Doch vorsicht: in diesem Film wird gesungen!!

 

 

7. Selma (Kinostart: 19. Februar 2015)

Kein Film wurde in den letzten Monaten mit so vielen Lorbeeren beschüttet wie Selma. Die Geschichte um Martin Luther King und die Bürgerrechtsbewegung seiner Zeit bewegt in seinen Grundfesten. Für uns hier in Deutschland ist der Film allerdings herzlich uninteressant, da uns der Bezug dazu völlig fehlt. Das ändert allerdings nichts daran, dass er wichtig und bedeutend ist und filmisch glänzend in Szene gesetzt wird. Wer also trotzdem großes und bewegendes Kino sehen möchte, darf hier sehr gerne das Kinoticket lösen.

 

 

8. Whiplash (Kinostart: 19. Februar 2015)

Ein weiteres Mal bewegen wir uns im Bereich der Oscars. J.K. Simmons hat die Trophäe für den besten Nebendarsteller in Whiplash bereits jetzt so gut wie sicher. Viel zu gut ist seine Performance als sadistisch-ehrgeiziger Musiklehrer an einer Elite Musikhochschule. Sein Gegenpart wird von Shooting-Star Miles Teller gespielt, der ebenfalls grandios einnehmend wirkt. Der Druck, die nervliche Belastung, die Leistungsanforderung bis hin zum Zusammenbruch: das zeigt der Film in einer einzigartigen Weise. Schwieriges und doch hochwertiges Kino.

 

 

9. American Sniper (Kinostart: 26. Februar 2015)

Clint Eastwoods Filme sind so gut wie alle herausragend gut. Manchmal zu patriotisch oder überzogen hart, aber niemals von schlechter Qualität. In der Regel erscheinen sie aber auch nicht als die großen Kassenknüller. Das ist dieses Mal anders. American Sniper hat sich in die Herzen des amerikanischen Publikums geschossen und bricht einen Rekord nach dem anderen. Bereits jetzt manövriert das biografische Drama mit Bradley Cooper in der Hauptrolle als einer der erfolgreichsten Filme 2015. Das wichtigste jedoch: er ist auch noch verdammt gut. Ob sich in Deutschland dieses Konzept ebenso gut verkaufen lassen wird, sei anzuzweifeln. Dennoch könnte ein Kinobesuch die Sicht auf die Gefühlswelt von Soldaten im Krieg verändern.  

 

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