Three to see: Episode 3 – Star Wars Episoden IV – VI

 

Three to see ist eine Kategorie außerhalb unseres normalen Standards. Dabei stelle ich drei Filme unter einem bestimmten Oberthema vor, die sehenswert sind und besonders aus der weiten Breite der Filmwelt hervorstechen. Sowohl Filme unserer Zeit als auch ferne Klassiker werden ihren Weg in die Kategorie finden. Viel Spaß!

 

Episode 3: Star Wars Episoden IV – VI

 

millennium-falconJeder kennt Star Wars. Sei es, dass er die Filme schon zigtausend Mal gesehen hat oder einfach vom Hörensagen die Geschichte im Ohr klingeln hört. Darth Vader ist der vermutlich berühmteste Bösewicht aller Zeiten und ist selbst fast 40 Jahre nach dem ersten Film noch für Jugendliche ein alltäglicher Begriff. Die Frage, die sich sich seit "A New Hope" aus dem Jahre 1977 stellt, ist folgende: Was macht Star Wars so besonders? Sie lässt sich nicht so leicht beantworten, da Star Wars für jeden etwas anderes bedeutet. Für den Einen sind es actionreiche Lichtschwertkämpfe, die Nächsten stehen auf Raumschiffkämpfe, die Dritten auf die mystische Macht und ihre Ordnung des Universums, oder vielleicht lieber die coolen Charaktere direkt aus dem Märchenbuch entliehen, oder der ewige Kampf von Gut gegen Böse an vorderster Front. Die Welt von Star Wars ist schwarz und weiß, aber sie schafft eine so anziehende Faszination, dass die Zuschauer die Graustufen für sich selbst in unglaublichen Massen dazudenken. Aus unserem Kino ist die Saga nicht mehr rauszudenken, hat sie nicht nur das Kino selbst, sondern vor allem auch die Kinotechnik maßgeblich beeinflusst. George Lucas ist der Macher hinter allem und hat jetzt das Rauder abgegeben. Doch wir werfen zunächst einen Blick in die Vergangenheit und schauen auf die ersten Episoden, die uns in diese mystische Welt entführten.

 

 

1. Episode IV – A New Hope (1977)

a new hope posterDas Imperium hat die Kontrolle über das Universum und herrscht mit eiserner Hand über die Territorien. Die Demokratie wurde abgeschafft und der Imperator sitzt an der Spitze seiner Herrschaft. Sein Handlanger ist der grausame Sith-Lord Darth Vader (David Prowse; Stimme: James Earl Jones). Die Jedi-Ritter, einst die weisen Hüter der Galaxys, wurden von Vader bis auf den letzten Mann gejagt und ausgelöscht. Die Wege der mystischen Macht gingen verloren. Doch eine kleine Allianz kämpft gegen die Tyrannei des Imperiums. Prinzessin Leia (Carrie Fisher) versucht, die taktischen Pläne des Todessterns, einer gigantischen Raumstation des Imperiums, in die richtigen Hände zu geben, wird jedoch von Vader gefangen genommen. Durch einen Zufall gelangen die Daten an den Farmersjungen Luke Skywalker (Mark Hamill), den Sohn eines ehemaligen Jedi-Ritters. Gemeinsam mit dem alten Jedi-Meister Ben Kenobi (Alec Guiness), dem Schmuggler Han Solo (Harrison Ford) und dessen Partner Chewbacca (Peter Mayhew) macht sich ein nun gejagter Luke auf den Weg, nicht nur die Prinzessin zu befreien, sondern auch dem bösen Imperium einen Schlag zu versetzen. Doch Darth Vader ist ihnen bereits einen Schritt voraus. 

 

a new hopeAls A New Hope im Jahr 1977 in die Kinos kam, waren die Hoffnungen nicht besonders hoch. Der Hauptgrund lag bei den chaotischen Dreharbeiten, die stets einen Hauch am Desaster vorbeischrammten. George Lucas gab später zu, dass sie vor Ort in Tunesien keine Ahnnung hatten, was sie wie machen sollten und er bei den gesamten Dreharbeiten überfordert war. Zum großen Erstaunen entwickelte Star Wars einen solchen Hype, dass der Film nicht nur Tonnen Geld einspielte, sondern auch sechs Oscars mit nach Hause brachte. Der Hauptgrund war natürlich die eingängige und epische Story mit den großartigen Charakteren, aber es gab noch einen zweiten Grund, der mindestens genauso schwer wiegt: Special Effects. Lucas konnte das Kino auf eine komplett neue Ebene heben und revolutionierte Bild- und Tontechnik auf eine Art, die wir heute noch spüren. Das beste Beispiel ist das heute allen bekannte THX Soundsystem, eine Erfindung von ILM (Industrial Light & Magic), der technischen Abteilung von Lucas Film Ltd.. ILM gehört seitdem zu den zentralen, technischen Firmen der Filmindustrie.  

Aber natürlich ist es die Geschichte, die im Vordergrund stehen sollte, was sie auch problemlos schafft. Dabei ist sie unglaublich simpel! Und dazu auch noch fast 1 zu 1 von klassischen Märchen kopiert. Der böse Imperator, der dunkle Ritter, der weise, alte Krieger, sein Schüler, die Prinzessin, der charmante Schuft und sein Gefährte und das stählerne Ross. Das kannte man selbst 1977 zur Genüge. Trotzdem funktioniert das alles wunderbar und bringt so viel neuen Spirit mit, dass man nur verzaubert dasitzen und staunen kann. Ein Space-Opera zum Verlieben, ein Weltraum-Märchen zum Träumen.

 

IMDB Link: Star Wars

 

 

 

2. Episode V – The Empire Strikes Back (1980)

empire posterDer Todesstern wurde eingeäschert, doch die Rebellen befinden sich immer noch auf der Flucht. Als das Imperium die geheime Basis auf dem Eisplaneten Hoth aufspürt, bleibt ihnen nur die Flucht. Im letzten Moment können sich Han, Leia, C3PO und Chewbacca mit dem Falken retten. Doch das treue Schiff hat einige Macken und so beginnt eine waghalsige Flucht durch Asteroidenfelder bis hin zur Wolkenstadt Bespin, wo Hans Freund Lando (Billy Dee Williams) ein Unternehmen leitet. Immer auf ihren Fersen: Darth Vader, der wie ein Besessener nach Luke Skywalker sucht. Der junge Jedi-Schüler flüchtet sich in der Zwischenzeit nach Dagobah, wo er seinen neuen Meister treffen soll. Umso erstaunter ist er, als sich der weise Yoda ihm offenbart und schließlich in den Wegen der Macht unterrichtet. Doch das Leiden seiner Freunde in der Ferne wird zu viel für seine Gefühle und so bricht er nach Bespin auf, um sie zu retten. Wohlwissend, dass Vader ihm eine Falle stellt. 

 

vaderThe Empire Strikes Back wird von Kritikern und Fans als der beste Teil der gesamten Saga angesehen und das nicht zu unrecht. In den drei Jahren seit A New Hope hat die Serie einen enormen Quantensprung getan. Star Wars wirkt rund, perfekt geschnitten, glaubhaft und immer noch mit dem gleichen Zauber des ersten Teil ausgestattet. Auch der dunkle Unterton, ausgelöst durch die Macht des Imperiums und Darth Vader, spielt eine enorm wichtige Rolle. Der Imperial March ist das Hauptthema des Films und dominiert alles. Auch die Einführung von Yoda als weisem, aber schrägem, Jedi-Meister kann man nur als Geniestreich bezeichnen. Die Charaktertiefe nimmt derart drastisch zu während dieser 120min, dass es fast erschreckend ist. Wir werden wie magnetisch in den Sog des Konflikts zwischen der guten und bösen Seite der Macht gezogen. Gleichzeitig ist Episode V mit offensichtlichen oder hintergründigen Weisheiten ausgestattet, die jeder ins echte Leben übernehmen kann. Vor allem wachsen einem die Charaktere sehr ans Herz. Ihre Qualen, ihr Kampf, ihre Gefühle und die Magie ihres Zusammenhalts. Und nicht zuletzt beinhaltet dieser Film am Ende eine der größten und bekanntesten Aufdeckungen eines Geheimnisses der Filmgeschichte. 

 

IMD Link: The Empire Strikes Back

 

 

 

3. Episode VI – Return of the Jedi (1983)

Returnofthejedi posterIm letzten Moment und unter vielen Schmerzen konnten die Gefährten sich retten. Doch befindet sich Han in den Händen des grausamen Gangsters Jabba the Hut. Während die Helden mit der Rettungsaktion beschäftigt sind, gehen die Bauarbeiten am neuen, viel größeren Todesstern gut voran. Darth Vader und sogar der Imperator selbst beaufsichtigen die Konstruktion. Als die Rebellen endlich eine Armee zusammengestellt haben, ist es beinahe zu spät. Geschützt von einem mächtigen Schild auf dem nebenan gelegenen Planeten Endor, ist der Todesstern nahezu unantastbar. Eine kleine Einsatztruppe, gespickt mit den Helden der Saga, macht sich auf, um den Schild auf dem Mond zu zerstören, bevor die Flotte unter der Führung des Mon Calamari Admirals Ackbar angreifen kann. Ein Wettlauf mit der Zeit beginnt, denn der Imperator hat Luke eine Falle gestellt, der er nicht widerstehen kann. Bald schon muss sich der junge Jedi entscheiden, wo seine Gefühle und seine Hingabe liegen.

 

return_of_the_jedi_4Besonders vor dritten Teilen einer Trilogie fürchten sich Filmgänger sehr. So manches Mal bin auch ich dabei vollkommen auf die Nase gefallen, ich muss nur an Matrix oder Terminator erinnern. Star Wars macht es besser!! Return of the Jedi bringt all das auf den Punkt, was sich so lange in den Fans aufgestaut hat. Und es sieht nochmal viel besser aus als seine Vorgänger. Der Anblick, wenn die Rebellenflotte auf den unfertigen Todesstern zufliegt, hat sich für die Ewigkeit in meinem Hirn eingebrannt. So mancher Kinogänger hat die Einführung der Ewoks kritisiert: zu viel Knuddelfaktor tut Star Wars weh! Sehe ich natürlich anders, die kleinen Viecher haben Charme und sind das unberechenbare Moment des Films. Besonders beeindruckend ist Lukes Kampf gegen Vader, den Imperator und natürlich sich selbst. Dunkel, böse und wahrlich angsteinflößend. Der gelungene Abschluss einer gigantischen Trilogie, die heute immer noch genauso aktuell aussieht und ist wie vor fast 40 Jahren.  

 

IMDB Link: Return of the Jedi

 

 

Quellen: Internet Movie Database

GD Star Rating
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