Star Trek Beyond

 

Es ist erstaunlich, dass die Produzenten der Star Trek Reihe immer wieder neue Filme produzieren dürfen, obwohl es die Vorgänger nur hauchdünn ins finanzielle Plus geschafft haben. Andere Franchises wären schon längst abgesägt worden, doch nicht Star Trek! Das ist auch gut so, denn die Filme machen sehr viel Spaß und heben sich dankbar von sonstigem Science-Fiction Einheitsbrei ab. Hier sind nicht nur Trekkies am Werk, sondern auch Liebhaber des Genre. Star Trek Beyond ist der neueste Streich und führt uns wie gewohnt ins Unbekannte des Universums. Dabei gibt es mehr als genug von Altbewährtem und einen Sprung zurück in die hochgelobte alte Zeit.

 

Kirk cho

 

Idealistisch ausgebrannt

pille spockNach über drei Jahren im All ist James T. Kirk (Chris Pine) müde und erschöpft. Auch sein erster Offizier Spock (Zachary Quinto) denkt an das Verlassen der Sternenflotte. Als sie auf einer fernen Föderationsbasis jedoch eine Bitte um Hilfe erreicht, kann die Crew nicht widerstehen und macht sich durch einen unbekannten Weltraumnebel auf. Abgeschnitten von der Flotte erwartet sie dort bereits ein furchteinflößender Gegner (Idris Elba), der alles daran setzt, die Enterprise und die ganze Föderation zu vernichten. Nach der vernichtenden Zerstörung der Enterprise muss die Crew beweisen, aus welchem Holz sie geschnitzt ist und diesen neuen Feind schlagen, bevor es zu spät ist. Denn Krall scheint ihnen bereits mehr als einen Schritt voraus zu sein.   

 

Star Trek oder nicht?

Fangen wir mit der guten Nachricht an: dieser Film IST Star Trek. Er fühlt sich so an wie Star Trek, er legt den Fokus auf die wichtigen Dinge, ist konsistent in seiner Handlungsführung und gibt den Trekkies, was sie brauchen. Besser sogar als jeder seiner bisherigen Vorgänger. Es macht einfach Spaß, den Abenteuern der Crew zu folgen! Im Gegensatz zum eher mauen Into Darkness stimmt auch endlich wieder die Balance zwischen der Zeit im Weltraum (und den dort passenden Schlachten) und der Action auf dem Planeten. Das tut gut zu sehen und hat mich sehr gefreut. Die Charaktere wirken sehr glaubhaft und auch der Humor kommt nicht zu kurz, wobei natürlich Scottie und Pille allen vorangehen. Auch Bösewicht Idris Elba gefällt, vor allem durch seine düsteren und unerbittlichen Hintergründe, so selbstgerecht sie auch sein mögen. Ich wünschte, ich hätte den Film auf Englisch gesehen und die passende Stimme dieses charsimatischen Schauspielers dabei genießen können. Achja, die Action ist bombastisch und sehr gut gemacht, aber das war nicht anders zu erwarten mit Justin Lin auf dem Regie-Stuhl.

 

Spock: Leaving me behind will significantly increase your chances of survival, Doctor.

Bones: Well that's damn chivalrous of you, but completely out of the question.

Spock: It is imperative that you locate any surviving crew.

Bones: Here I was thinking you cared.

[Three of Krall’s drone ships approach]

Spock: Of course I care, Leonard. I always assumed my respect for you was clear. The dialogue we have had across the years has always…

Bones: It's okay, Spock. You don't have to say it.

[Spock and Bones are surrounded by the drones]

Bones: Well, at least I won't die alone.

[Spock is beamed away from behind Bones]

Bones: Well that's just typical.

 

Keine Kratzer im Lack

Doch jetzt zum Negativen! Dazu gibt es allerdings nicht viel zu sagen, denn Star Trek Beyond macht auf fast allen Ebenen alles richtig. Es gibt keine Handlungsabbrüche oder sonst irgendwelchem dummen Schnickschnack, mit dem man uns in letzter Zeit z.B. in Comic Verfilmungen bombardiert. Er wirkt einfach rund und gut. Ja, es gibt manchmal zu viele Charaktere, die sich manchmal zu weit in Einzelszenen verstricken, aber das war es auch schon. Das Problem löst sich schnell und man hat alles wieder locker auf dem Schirm. Ansonsten gibt es eigentlich nur einen Rat zu beherzigen: reinsetzen, zurücklehnen und genießen. Star Trek Beyond führt uns nicht auf unbekanntes Territorium, sondern gibt uns mehr vom Guten. Es erfindet das Rad beileibe nicht neu und genau das macht die große Stärke dieses Films aus. Ihr merkt sicher schon, dass es nicht allzu viel Besonderes zu sagen gibt. Doch genau das ist es, was mir gefällt, denn in einer Zeit, wo Extreme unser Leben bestimmen und jeder Film immer noch größer und abgefahrener sein muss, setzt sich Star Trek Beyond davon ab und zeigt uns routinierte, bodenständige Science-Fiction Action. Danke dafür! 

 

Fazit

uhura choDer Film macht viel Spaß und die Zeit vergeht wie im Flug. Trekkies und Science-Fiction Fans kommen gleichermaßen auf ihre Kosten und können sich dieses Action Spektakel ohne Bedenken reinziehen. Star Trek Beyond wird einer dieser Filme werden, die 2016 gelaufen sind, einigermaßen Geld eingespielt haben, aber an die sich einfach niemand erinnert. Man wird sich an Sachen wie Deadpool, Captain America oder die derzeitigen DC Debakel erinnern, was tatsächlich sehr schade ist. Dennoch sollte man sich an diesen Streifen hier erinnern, denn er bringt uns das, was so mancher gehypte Film vergessen ließ: reine Unterhaltung. Witzig, charmant, actionreich, sympathisch, konsistent und nicht zuletzt "faszinierend". So kommt Star Trek Beyond auf den Zuschauer zu und macht alles richtig. Schaut euch den unten verlinkten Trailer an, das sollte als Motivation genügen.  

Rating: ★★★★★★★★☆☆ 

 

Fakten: 

Regie: Justin Lin

Drehbuch: Simon Pegg + Doug Jung

Darsteller: Chris Pine, Zachary Quinto, John Cho, Zoe Saldana, Karl Urban, Simon Pegg, Anton Yelchin, Idris Elba, Sofia Boutella

Budget: $185Mio.

 

 

Quellen: Internet Movie Database, Star Trek AT

GD Star Rating
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