Suicide Squad

 

Holy crap!! Ich habe mich lange gedrückt, eine Rezension über diesen Film zu schreiben. Denn eigentlich hat es Suicide Squad nicht verdient, dass man allzu viele Worte darüber verliert. Es sei denn als Warnung! Das DC Universe versucht sich immer noch zu etablieren und bisher ist es keinem einzigen Film gelungen, das auch nur ansatzweise gut zu schaffen. Man of Steel war bestenfalls ein guter Actionfilm, Batman v Superman geht in die gleiche Kategorie, addiert jedoch noch die wohl dümmste Wendung der Filmgeschichte. Jetzt kommt Suicide Squad um die Ecke, was doch eigentlich etwas gutes sein sollte. Zack Snyder führt nicht Regie, neue, interessante Charaktere…Pustekuchen! 

nochmal-team

 

 

All hands on deck

SUICIDE SQUADCIA Operative Amanda Waller (Viola Davis) hat einen verwegenen Plan, um die Welt vor Supermächten zu schützen. Sie nimmt die schlimmsten der schlimmen Verbrecher, manche ausgestattet mit übernatürlichen Fähigkeiten, mischt sie in ein Team, pflanzt ihnen Miniaturbomben in den Schädel und lässt sie auf die übernatürlichen Feinde los. Damit meint sie natürlich nur die Eindämmung potenzieller Gefahren durch Wesen wie Superman. Angeführt und kontrolliert von Rick Flag (Joel Kinnaman) versammeln sich die Bösewichte der DC Welt an einem Platz. Darunter der eigentlich gutherzige Deadshot (Will Smith), die Geliebte des Jokers (Jared Leto) Harley Quinn (Margot Robbie), Captain Boomerang (Jay Courtney), Diablo (Jay Hernandez), Killer Croc (Adewale Akinnouye-Agbaje) und Enchantress (Cara Delevingne)…oh und ein asiatisches Kampfgirl, deren Name und Gesicht scheinbar nicht interessant waren sowie ein stämmiger, menschlicher Hüpfball zu Demonstrationszwecken. Die sind natürlich wenig begeistert von dem Deal, aber da sie nichts Besseres zu tun haben und die neuartige Bombe in ihren Schädeln keinen Widerspruch zulässt, tanzen sie nach Wallers Pfeife. Manchmal zumindest. Schließlich gibt es tatsächlich eine neuartige Bedrohung und das Suicide Squad muss eingreifen.

 

 

Was ist denn hier los???

SUICIDE SQUADAchja, das nenne ich mal echtes Potenzial! Top Schauspieler, stimmige Charaktere, einen grandiosen Bösewicht und hemmungsloser Spaß! Leider findet das alles in diesem Film nicht statt. Bereits nach wenigen Minuten weiß man als Zuschauer bereits, dass hier irgendwas nicht stimmt. Die Einführung der Charaktere wirkt unrund, gehetzt, nervig. Es wird viel Wert auf Deadshot und Harley Quinn gelegt, was auch völlig in Ordnung ist. Diese beiden kommen einigermaßen gut raus, alle anderen sind Beiwerk und dürfen gelegentlich mal einen Kommentar von sich geben. Es dauert eine halbe Ewigkeit bis das Team sich langsam versammelt und an dieser Stelle ist die Bösewicht Frage nur halb geklärt. Suicide Squad folgt keinem Plan oder rotem Faden. Stattdessen handelt es sich um eine sinnfreie Aneinanderreihung von Cutszenes, die für den Film keinerlei Bedeutung haben. Sei es für die Gag Quickie oder um mal ein bisschen Action reinzubringen. Wer auch immer das Drehbuch geschrieben hat, sollte sich fragen, ob die Branche das richtige für ihn ist. Oh warte, das war der Regisseur selbst, David Ayer. Das erklärt einiges. Irgendwann schafft es selbst dieses krude Durcheinander ein Ziel herauszuarbeiten! Wir bekommen einen Bösewicht! Und er ist….einfach unfassbar lahm. Das hier ist das Suicide Squad und am Ende des Tages hätte den ganzen Kram auch ein Einziger alleine machen können. Niemand braucht die Ninja Tussi, das Krokodil, geschweige denn Captain Boomerang. Deadshot und Diablo hätten das alles ohne Probleme alleine regeln können. Wozu existiert der Rest? Sie machen nichts!!! 

 

 

Katastrophe incoming!

SUICIDE SQUADStop, das ist nicht ganz richtig. Harley Quinn hat eine Aufgabe und manchmal sogar eine gute Actionszene. Ihre primäre Aufgaben bestehen allerdings daraus, in engen Klamotten heiß auszusehen und den Witz des Films zu produzieren. Ich gebe zu, sie ist extrem witzig! Leider wird dieser Spaß nicht in den Film integriert und spielt am Rande. Und dann ist da der Joker. Ja, ich mag Jared Leto und ich glaube, sein Joker hätte extrem gut sein können. Er spielt in diesem Film nur keinerlei Rolle! Also wirklich keine…nada…niente…NÜSCHT! Dass er überhaupt darin vorkommt, ist bereits vollkommen sinnfrei, denn er übermittelt uns nur die Hintergrundstory von Harley, liegt in einem Haufen Waffen und fliegt einen Hubschrauber. Der Charakter lebt nahezu ausschließlich in der Vergangenheit und rollt diese auf. Super, das kann keiner brauchen, denn das muss bei so vielen Charakteren gemacht werden, dass es zu viel Zeit kostet und die Gegenwart dadurch gänzlich zur Nebensache wird.Genauso ist der Film. David Ayer konnte sich nicht mal auf einen durchgehenden Stil oder Ton einigen. Mal ist es schnell und will Fakten produzieren, dann unvermittelt langsam und soll bewegend sein, plötzlich wird es düster…oder auch nicht, es erscheinen Pop Elemente und Spaß, alles vollkommen zufällig. Also was denn jetzt?

Jetzt kommt der witzige Part. Das alles ist ja schon richtig mies, aber manchmal können sich Filme durch ihre Action retten. Auch an dieser Front ist Suicide Squad ein einziges Dilemma. Die wenige vorkommende Action, ist mehr random als sonstwas, langweilig und generisch ohne Ende und hat mich überrascht. Nicht wegen der Qualität, sondern eher dadurch, dass sie vorkam. Diese kurzen Momente haben mich aus meinem Halbschlaf gerissen, nur damit ich dann feststellen konnte, dass sie ebenfalls unter aller Sau sind. Einziger kleiner Lichtblick: Diablos Fight am Ende. Das war cool. 

 

 

Fazit

SUICIDE SQUADSuicide Squad ist eine Katastrophe, ein Desaster, nennt es wie ihr wollt. So viel verschenktes Potenzial auf einen Haufen habe ich seit Watchmen nicht mehr gesehen. Während des ganzen Films schossen mir immer wieder Sätze durch den Kopf, die mit "hätte man hier nicht…" anfingen. Ich hab echt versucht, Spaß daran zu finden. Himmel, selbst BvS hat für mich trotz der vielen Probleme funktioniert. Aber was hier abging, ist eine bodenlose Frechheit für jeden Kinozuschauer. Langweilig, generisch, gehetzt, dumm, zäh, schlecht editiert, noch schlechter geschrieben, die Geschwindigkeit ist katsatrophal, die Charaktere sinnlos. Was will man zu einem solchen Film noch sagen? 13€ dafür, dass Margot Robbie heiß aussieht und witzig ist? Den Rest kann man nämlich getrost in ein tiefes Loch werfen, es für die Ewigkeit verschließen und so tun, als wenn es nie passiert ist. Es wäre besser für alle Beteiligten. 

Rating: ★★★½☆☆☆☆☆☆ 

 

Fakten:

Regie und Drehbuch: David Ayer

Darsteller: Will Smith, Margot Robbie, Jared Leto, Jay Courtney, Joel Kinnaman, Viola Davis, Jay Hernandez, Cara Delevingne

Budget: zu viel

 

 

Quellen: Internet Movie Database, collider.com

 

 

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