Archiv für die Kategorie ‘Rezensionen’

Django Unchained

 

Tarantino entfesselt!

 

 

Quentin Tarantino dreht nicht viele Filme. Wenn er es jedoch tut, ist ihm die Aufmerksamkeit gewiss und der Hype enorm. Kultfilme wie Pulp Fiction, Jackie Brown oder Kill Bill stammen aus seiner Feder und haben die Filmwelt auf ihre Weise geprägt. Leider verstehen es die wenigsten Kinogänger durch die Oberfläche dieser atmosphärischen Filme zu dringen, weil ihnen vielfach das benötigte, tiefe Wissen fehlt. Das ist nicht weiter schlimm, kann man einen Tarantino auch auf normale Weise genießen, solange man ihn nicht für die Dinge verurteilt, die man nicht versteht. Doch dazu kommen wir später noch einmal. Django Unchained heißt das neue Werk und übertrifft die Erwartungen der Kritiker und Kinogänger. Was ihn so besonders macht und warum ein Kinobesuch auf jeden Fall sein Geld wert ist, werden wir im Folgenden besprechen. Ich möchte mich im Vorhinein entschuldigen, falls ich gezwungen bin das N-Wort zu benutzen, was eine verachtenswerte Beschreibung afro-amerikanischer Menschen darstellt, da der Film das Wort ohne Unterbrechung wiedergibt.

 

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Silver Linings

 

Der Silberstreif des Lebens!

 

 

Es gibt Filme, denen man sehr schnell anmerkt, dass sie den Machern am Herzen lagen. Silver Linings ist ein solcher Film, bei dem man die Hingabe von Regisseur David O. Russell (The Fighter) und Hauptdarsteller und Produzent Bradley Cooper (The Hangover) in jeder Pore erkennen kann. Jedes Detail spielt eine entscheidende Rolle, jede Körperbewegung ist bedeutsam, wenn man den Darstellern bei der Entwicklung ihrer Figuren zusehen darf. So etwas ist in der Filmwelt eher zur Seltenheit geworden und muss dementsprechend gewürdigt werden. Vier Golden Globe Nominierungen hat der Film bereits sicher und dabei wird es sicherlich nicht bleiben. Aber sehen wir uns zunächst an, was den Film so besonders macht und wie man den ersten Oscar-Anwärter des neuen Jahres einordnen kann.

 

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Der Hobbit – Eine unerwartete Reise

 

Rückkehr nach Mittelerde!

 

 

Endlich ist es soweit, das Ereignis, auf das alle Fantasy Fans sehnlichst gewartet haben, ist eingetreten: Der erste Teil der Hobbit Saga hat die Kinos erreicht. Es war ein langer Kampf bis dahin, angefangen von Geldproblemen bis hin zum kurzfristigen Wechsel des Regisseurs. Doch letztlich setzte sich das Verlangen nach einer weiteren Reise in die phantastische Welt von Mittelerde durch und die Kinobesucher dürfen sich auf eine weitere Trilogie unter der Regie von Peter Jackson freuen. Die Trilogie ist dabei nicht nur in 3D gefilmt, sondern besitzt noch eine weitere Neuerung im Bereich der Technik, die sogenannte HFR (High Frame Rate), auf die ich später noch einmal genauer eingehen werde. Bleibt eigentlich nur noch die Frage, ob Der Hobbit mit seiner 10 Jahre alten Konkurrenz mithalten kann, oder um Gleichstellung ringen muss.

 

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James Bond 007 – Skyfall

 

James Bond feiert seine Wiederauferstehung!

 

 

Beinahe wäre der 23te James Bond Film niemals in die Kinos gekommen, da die Inhaber der Rechte „Metro Goldwyn Mayer“ (MGM) insolvent gingen und nur über Zweitfinanzierungen gerettet werden konnten. Ein ähnliches Schicksal blühte auch „The Hobbit“, dessen Rechte ebenfalls bei MGM liegen. Nachdem „Sony/Time Warner“ einen Großteil der Finanzierung übernommen hatte, konnten die Dreharbeiten beginnen und der berühmteste Agent der Welt kehrt zurück auf Leinwand. Im Regiestuhl nahm diesmal Sam Mendes (American Beauty, Road to Perdition) Platz, der eine ganze Reihe neuer Stars für die geplante Wiederbelebung verpflichten konnte. Würde es ihm gelingen der Serie neues Leben einhauchen, nachdem der Vorgängerfilm Quantum of Solace als einer der schlechtesten Bonds aller Zeit angesehen wird? Die Antwort ist so simpel wie deutlich: JA!

 

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Kurzrezensionen: „Das Bourne Vermächtnis“ und „Resident Evil 5“

 

Im Folgenden findet ihr zwei kurze Rezensionen zu Filmen, die in den letzten Wochen gelaufen sind und eine kurze Betrachtung wert sind. Beide werden kurz auf ihre Stärken und Schwächen geprüft werden, bevor ein Urteil abgegeben wird. Ich hoffe ihr mögt diesen etwas kürzer gefassten Stil bei Filmen, die man nicht unbedingt in kleinsten Details ausarbeiten muss.

 

Das Bourne Vermächtnis

 

Matt Damon beschloss nach dem dritten Bourne Teil das Agentenleben an den Nagel zu hängen. Doch das Franchise war sehr stark beliebt, so dass eine Fortsetzung zur Pflichtaufgabe für die Produzenten wurde. Gebraucht wurde ein neuer, unverbrauchter Auftragskiller, den man mit Jeremy Renner schnell verpflichten konnte. Rachel Weisz und Edward Norton kamen hinzu und bereichern die Serie um weitere frische Gesichter. Die Story spielt teilweise parallel zum dritten Teil und nimmt immer wieder Kontakt mit den Geschehnissen und Informationen rund um Jason Bourne und das Attentäter Konzept auf. Trotzdem ist dieser vierte Teil ein extrem gewagter Sprung, da sich die Zuschauer mit dem Hauptcharakter identifizieren konnten und durch dessen Fehlen ein schwer zu füllendes Loch entsteht. Entsprechend lässt der finanzielle Erfolg ein wenig zu wünschen übrig und auch die Art des Films unterscheidet sich deutlich.

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Total Recall

 

Die Zukunft ist in Aufruhr!

 

 

Die Zeichen standen eigentlich sehr gut, dass Total Recall ein sicherer Hit werden würde. Regisseur Len Wiseman (Underworld, Stirb Langsam 4.0) war an Bord, seine Ehefrau Kate Beckinsale ebenso, die immer für einen Hit gut ist. Dazu kamen Publikumsliebling und Bad Boy Colin Farrell, die actionerprobte Jessica Biel und die kultige Frau mit den drei Brüsten aus dem Original mit Arnold Schwarzenegger. Jetzt war es nur noch die Aufgabe des Teams ein würdiges Remake des Klassikers von 1990 zu erschaffen, das sowohl die futuristische Endzeitatmosphäre, als auch die spektakuläre Action und den zweifellosen Charme einfangen kann. In so manchem Bereich ist dies durchaus gelungen, doch mangelt es dem Film an einigen wichtigen Ecken, die in der folgenden Rezension aufgedeckt werden.

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The Dark Knight Rises

 

Die Auferstehung des dunklen Ritters!

 

 

Christopher Nolan ist ein Mann mit Visionen, der Filme dreht, die sich kaum ein anderer Regisseur trauen würde. Die Erfolge der Vergangenheit geben ihm Recht, er erschuf einige der größten Filme unserer Zeit. Wenn ein Mann wie er sich vorgenommen hat, der Marke „Batman“ neues Leben einzuhauchen, dann ist das ein mehr als deutliches Zeichen, dass uns als Kinobesucher etwas Großes bevorsteht. Zwei Teile dieser Trilogie haben uns bereits begeistert, erschreckt, tief bewegt oder gar geängstigt. The Dark Knight gehört für Kinokritiker zu den wichtigsten Filmen der Geschichte, wobei vor allem Heath Ledger in seiner letzten und unvergesslichen Rolle als Joker eine zentrale Rolle spielte. Nachdem Nolan in Batman Begins den Zuschauer mit „Angst“ als Grundthema konfrontierte, setzte er diese Tradition fort und ließ „Chaos“ in The Dark Knight die primäre Rolle spielen. Nun ist es endlich soweit die Trilogie zu ihrem Höhepunkt zu bringen und deren spezifische Signatur heißt in The Dark Knight Rises: „Schmerz“.

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Rock of Ages

 

Rock is back!

 

 

Nur selten gelingt es einem Regisseur eine derartige Starpower auf die Leinwand zu bringen, wie es Adam Shankman (Hairspray) bei Rock of Ages vollbringt. Er hat sich eines der enttäuschendsten Broadway Musicals vorgenommen, um daraus mit Hilfe seiner hochkarätigen Darsteller eine echte Offenbarung der Musicalverfilmungen zu schaffen. In den USA ist der Film ein enormer Flop geworden, teilweise wurde er gar verrissen und in Deutschland wurde er von der Fußball EM vollkommen überrollt. Doch hat er das wirklich verdient oder war es einfach nur unglückliche Vorzeichen? Schlüsseln wir gemeinsam die Stärken und Schwächen dieser Adaption auf, um ein klareres Bild vom Fall Rock of Ages zu bekommen.

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The Amazing Spiderman

 

Spinnenkontakt auf menschlicher Ebene

 

 

Sobald man von der Existenz dieses Films erfährt, fallen spontan gleich zwei wichtige Fragen ins Auge. Wieso beschließt Marvel so kurz nach der letzten Trilogie einen Reboot der Spiderman Serie? Und wieso war Spiderman kein Teil der Avengers? Beide Fragen hängen mit der Lizenzvergabe des Spinnenhelden zu Beginn des vergangenen Jahrzehnts zusammen. Damals waren Superhelden Filme noch nicht so stark in Mode geraten, wie es heute der Fall ist und 20th Century Fox sicherte sich die Rechte an den Verfilmungen. Diese Aufgabe ging in die Hände von Regisseur Sam Raimi über, der diese mit Tobey Maguire und Kirsten Dunst in den Titelrollen, meisterte. Nun sind diese Rechte wieder zurück bei Marvel und die Mutterfirma war alles andere als zufrieden mit der Art, wie Raimi ihren Helden in Szene gebracht hatte, da dieser sich nur sehr oberflächlich an den Comics orientierte. Kurzerhand entschloss man sich die Serie komplett neu aufzusetzen, da man auch nicht auf die bisherigen Schauspieler setzen konnte. Aus dem gleichen Grund konnte Spiderman auch kein Mitglied der Avengers Initiative sein, da es ihn eigentlich offiziell in den Columbia/Marvel Verfilmungen noch nicht gab, so dass eine Neuverfilmung ein absolutes Muss wurde. Mit einer deutlicheren Anleihe an den originalen Comics versucht nun Regisseur Marc Webb das Netz der Spinne zu dirigieren, was ihm erstaunlich gut gelingt. Aber hat er es mit seinem realistischeren, bodenständigeren Ansatz auch geschafft die bunte Pop Oper der vergangenen Trilogie zu überbieten?

 

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Castle (Season 1-3)

 

Scharfsinn und Humor führen zum Mörder

 

 

Das Fernsehprogramm der USA umfasst eine unglaubliche Bandbreite an TV Serien, die untereinander um die Vorherrschaft buhlen. Gerade im Bereich der Krimiserien ist dieser Wettkampf gnadenlos, da der Mensch unheimlich gerne Geheimnisse enträtselt und das am liebsten mit Charakteren, die ihm sympathisch sind. „Castle“ gehört zu den erfolgreichsten Krimiformaten, weil es einige entscheidende Dinge anders macht, als die Konkurrenz und sich damit vom Einheitsbrei der Marke „CSI“ abhebt. Bei uns in Deutschland wird die Serie leider nur als Geheimtipp gesehen, was nicht der Qualität und Aufmerksamkeit entspricht, die sie eigentlich verdient hat. Daher wird es Zeit das Konzept dieser Krimidarstellung aufzurollen und zu zeigen, dass mehr hinter „Castle“ steckt, als nur eine weitere „Law & Order“ Kopie.

 

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